KPI Framework

Bes­chreibung der Meth­ode

Das KPI-Framework für das Workaround-Management dient der systematischen Messung, Bewertung und Steuerung von Workarounds über ihren gesamten Lebenszyklus. Im Mittelpunkt steht die Erhebung und Auswertung definierter Leistungskennzahlen entlang der Phasen Identifizierung & Verbreitung, Kategorisierung & Analyse, Evaluation & Entscheidung und Implementierung & Transformation. Die Methode verbindet die Betrachtung einzelner Workarounds mit einer organisationsweiten Perspektive auf Prozesse, Veränderungsmaßnahmen und strukturelle Ursachen. Die Ergebnisse schaffen eine Grundlage für operative Verbesserungen, strategische Entscheidungen und die Weiterentwicklung der organisationalen Wandlungsfähigkeit. Daher ist diese Methode auch dem Schritt „Wandeln“ zugeordnet.

Aus­de­tail­lier­ung der Meth­ode

1. Ziel

Die Methode verfolgt das Ziel, die Leistungsfähigkeit des Workaround-Managements messbar zu machen und systematisch zu bewerten. Sie dient der Identifikation von Stärken, Schwächen, Engpässen und strukturellen Problemmustern sowie der Ableitung fundierter Verbesserungs- und Veränderungsmaßnahmen.

2. Anwendung

  • Erfassung und Monitoring von Workarounds sowie ihrer Entstehung und Verbreitung innerhalb der Organisation.
  • Analyse und Kategorisierung von Workarounds nach technologischen, organisatorischen und strategischen Ursachen.
  • Bewertung von Workarounds hinsichtlich Nutzen, Risiken, Wirtschaftlichkeit und organisationaler Relevanz.
  • Ableitung, Priorisierung und Nachverfolgung von Umsetzungs- und Verbesserungsmaßnahmen auf Basis definierter KPIs und Schwellenwerte.
  • Durchführung von Benchmarking, Reporting und Wirkungsanalysen zur Bewertung des Workaround-Managements auf Organisations- und Bereichsebene

3. Vorteile

  • Schaffung einer nachvollziehbaren Datengrundlage für die Bewertung von Workarounds und ihrer Auswirkungen auf Prozesse und Organisation.
  • Strukturierte Identifikation wiederkehrender Ursachen und Problemmuster über einzelne Workarounds hinaus.
  • Unterstützung der Entscheidungsfindung durch definierte KPIs, Schwellenwerte und Bewertungslogiken.
  • Überführung von Erkenntnissen aus Workarounds in konkrete Verbesserungs- und Transformationsmaßnahmen.
  • Vergleichbarkeit von Entwicklungen zwischen Organisationseinheiten, Standorten oder Zeiträumen durch Benchmarking und standardisierte Auswertungen.

4. Adressaten

Geschäftsführung und Unternehmensleitung, Organisationsentwicklung, Change Management, Transformationsverantwortliche, Prozessmanagement, Workaround-Management, Governance-Gremien, Controlling, sowie Bereichs- und Standortverantwortliche